Jen lebt in Buffalo (NY) und arbeitet neben dem Studium in einem Buchladen, als sie an einem schicksalhaften Abend die Liebe ihres Lebens kennenlernt… Doch die Liebe allein kann sie vor ihrem Schicksal nicht beschützen.

Genre: Romanze/Erotik/Drama
Rating: P18

Freitag, 9. September 2011

Kapitel 5: Missverständnisse und gelverschmierte dunkle Haare

***Jennifer POV***
Bevor ich mich zur Mittagspause mit Ashley in der Cafeteria traf, rief ich bei Amber an, um ihr für den kommenden Abend zuzusagen. Als sie 'Dive' sagte, stutzte ich einen Moment, fing mich aber schnell wieder. Als sie mir gerade den Weg dorthin erklären wollte, unterbrach ich sie und sagte ihr, dass ich dort schon öfters war und die Bar gut kennen würde. Wir verabredeten uns für 21.30 Uhr.
Ashley wartete schon vor der Cafeteria. »Ash... hast du Lust heute Abend mit mir ins 'Dive' zu gehen?«
»Das wollte ich dich auch gerade fragen. Jacks will sich dort mit ein paar Kumpel treffen.«
»Oh. Okay. Ich hab nämlich gestern im Park ein nettes Pärchen kennengelernt. Sie haben mich heute Abend ins 'Dive' eingeladen.«
»Na dann. Sollen wir dich abholen?«
»Das wäre nett. Um neun?«
»Kein Problem.«
Ich hatte absichtlich einen früheren Zeitpunkt genannt, da ich wusste, Ashley würde wie immer nicht pünktlich sein.

***Robert POV***
Völlig in Gedanken versunken stellte ich die Flasche zurück auf den Tisch, als Jackson mit Ashley und... Jen auftauchte. Wieso war sie hier? Sie hatte doch eine anderweitige Verabredung.
Sie schien mich noch nicht bemerkt zu haben und steuerte direkt auf Tom und Amber zu. Mit einer herzlichen Umarmung begrüßte sie die beiden. Woher...?
Ihr Blick wanderte über die Sitzecke. Als sie mich entdeckte zog sie ein fragendes Gesicht und kam auf mich zu. Ein leises »Hey« huschte über ihre Lippen. »Was machst du denn hier?«, fragten wir gleichzeitig und begannen zu lachen. Ich stand auf und ohne darüber nachzudenken, umarmte ich sie. Ich spürte, wie sie kurz zögerte und dann doch noch die Arme um meine Taille legte.

***Jennifer POV***
Es fühlte sich gut an, als Robert mich umarmte und ein leichter Schauer durchfuhr mich. Zögerlich und etwas verunsichert erwiderte ich seine Umarmung, dabei stieg mir sein unwiderstehliches Parfum in die Nase und nur zu gern wäre ich ihm jetzt in seine Wuschelhaare gefahren, sie luden praktisch dazu ein.
»Seid ihr dann mal fertig?«, ertönte es plötzlich hinter uns. Rob ließ mich los und warf dem Typen mit seinen gelverschmierten dunklen Haaren einen bösen Blick zu.
»Kyle, reiß dich mal ein bisschen zusammen!«, mahnte ihn Jackson.
»Hey Mann, wo bleiben denn die Tequila?« Kyles kratzige Stimme ließ mich zusammenfahren.
Rob hatte sich wieder auf die Bank gesetzt und zog mich an seine rechte Seite. Ich war ihm dankbar, dass ich nicht neben diesem... was auch immer... sitzen musste. Rob schaute mich an und ich sah ein leichtes verlegenes Lächeln über seine Lippen huschen.
»Woher kennst du denn Tom und Amber?«, fragte er schließlich.
Noch bevor ich antworten konnte stand Tom vor uns und schaute uns fragend an. »Ihr beide kennt euch also?«, grinste er uns entgegen.
»Ja... wir wohnen zusammen... ähm... ich meine, wir wohnen im gleichen Haus. Und Ashley studiert mit ihr zusammen. Aber woher kennt ihr euch?« Man konnte sehen, wie Rob sich den Kopf darüber zerbrach.
»Lemon hat Jennifer am Sonntag im Park überfallen und ich musste sie retten«, begann er lachend. »Nein, nein. Lemon ist mir wieder einmal abgehauen und hat sich bei ihr auf die Decke geflüchtet. Dann sind wir ins Gespräch gekommen und später haben wir uns nochmal in einem Café getroffen als ich mit Amber auf dem Weg ins Kino war und Amber hat sie schließlich für heute eingeladen. Wie klein doch die Welt ist«, stellte er erneut lachend fest und verwuschelte Robs Haare - als ob man da noch viel durcheinander bringen konnte -, um dann zu Amber zurückzugehen.
»Und du und Tom, woher kennt ihr euch?«, fragte ich.
Rob schien kurz darüber nachzudenken, als er den Kopf schüttelte und antwortete: »Tom ist einer meiner ältesten Freunde. Wir habe uns vor Jahren in der Schule kennengelernt.«
»In England?«, unterbrach ich ihn. Er schaute mich etwas irritiert an. »Na ja, der leichte englische Akzent lässt sich nicht gänzlich verstecken«, erklärte ich frech grinsend.
Es schien ihm unangenehm zu sein. Ich wollte gerne näher darauf eingehen, aber Ashley drückte uns jedem ein Glas und eine Scheibe Limone in die Hand und rief in die Runde: »Die Spiele sind hiermit eröffnet!«

Kaum eine halbe Stunde später, hatte ich schon meine ersten vier Shots intus, fühlte mich aber nur ein wenig beschwippst.
»So, ich passe dann«, sagte Rob nach weiteren zwei Runden Tequila. Sein Gesicht war leicht gerötet. Als er zum wiederholten Male mit der Hand durch das wilde Durcheinander auf seinem Kopf fuhr, stieg mir wieder sein unvergleichlicher Duft in die Nase. In mir drehte sich alles.
Ashley hatte sich inzwischen an Jackson gelehnt und kicherte, als er seinen Arm um ihre Schultern legte und sie noch näher zu sich zog. Sie hatte für ihre Verhältnisse schon viel zu viel getrunken und wird morgen mit Sicherheit - wie schon so oft - den Alkohol verfluchen und ihn für immer aus ihrem Leben verbannen.
»So, wer hat Lust zu tanzen?«, nuschelte sie und erhob sich etwas schwankend.
»Wooohoo, Kleines... ganz langsam… ich komm' mit!«, antwortete Jackson und konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen.
Auch Tom und Amber machten sich auf den Weg zur Tanzfläche. Ich hingegen musste sehr dringend eine andere Richtung einschlagen. Vorsichtig erhob ich mich und schwankte Rob entgegen. Die Tequilas und das Bier zeigten nun doch bei mir ihre Wirkung.
»Geht's?«, murmelte Rob und hielt mich am Arm fest.
»Ja... danke, ich bin gleich zurück«, antwortete ich mit schwerer Zunge und machte mich auf zu den Toiletten.

Nachdem ich mir die Hände gewaschen hatte, rückte ich noch einmal mein Kleid zurecht. Vor der Tür versperrte mir plötzlich Kyle den Rückweg.
»Na Schönheit? Schon fertig? Ich wollte gerade nach dir schauen«, raunte er und drückte mich grob gegen die Wand. Ich versuchte mich zu wehren, aber er schob mich nur noch weiter den Gang nach hinten in eine dunkle Ecke. Sein nach Alkohol und Zigaretten stinkender Atem ließ Übelkeit in mir aufsteigen, als er versuchte mich zu küssen. Angewidert drehte ich meinen Kopf von ihm weg, kniff die Augen zusammen und hoffte, dass das alles nur ein schlechter Traum war.
»Nun hab dich nicht so, es geht auch ganz schnell. Das wollte ich den ganzen Abend schon tun!«
»Lass mich in Ruhe!«, brachte ich mit zittriger gebrochener Stimme hervor. »Fass... fass mich nicht an!«
»Upps, schon passiert…« Mit fahrigen Fingern fummelte er an meinem Kleid herum. Er fluchte leise, als sein Vorhaben mich zu küssen erneut scheiterte.
Meine kläglichen Versuche ihn von mir wegzudrücken nutzten nichts. Er war stärker. Ich wollte schreien, aber brachte nur einen wimmernden Laut heraus. Mit der rechten Hand hielt er nun mein Kinn in festem Griff und stieß mir seine Zunge in den Mund, während er mit der anderen Hand weiterhin den Weg unter mein Kleid suchte. Tränen verschleierten meine Sicht. Als er an meinem Slip ankam, stöhnte er lustvoll auf. Brutal riss er ihn mir runter. Ich konnte mich nicht mehr wehren... hatte keine Kraft mehr... wollte es nur noch hinter mich bringen… Als er von mir weggerissen wurde.
»Wenn du nicht sofort verschwindest, hattest du die längste Zeit ein Leben!«, konnte ich Rob hören, während ich auf dem Boden zusammensackte. »Hau ab, bevor ich mich vergesse!!!«, brüllte Rob ihn an.
Ich schloss meine Augen und ließ den Tränen freien Lauf…

***Robert POV***
Jen war nun schon eine ganze Weile weg. Die Musik dröhnte und langsam machte ich mir Sorgen… Ich ließ meinen Blick durch die Bar schweifen.
Wo war Kyle eigentlich? Auf der Tanzfläche jedenfalls nicht und an der Theke auch nicht.
Ich erhob mich, drehte eine kurze Runde, doch ich konnte Jen nirgends sehen. Schließlich ging ich zu den Toiletten... vielleicht war ihr ja schlecht geworden von den vielen Tequilas. Die Musik drang nur noch gedämpft in den schmalen Gang. Als ich ein Wimmern vernahm, war alles in mir auf Alarm gestellt.
Der Anblick der sich vor mir bot, ließ Wut in mir aufsteigen! Kyle hatte Jen in die Enge gedrängt, wollte ihr immer wieder unters Kleid. Ich packte ihn an den Schultern und zog ihn von ihr weg.
»Wenn du nicht sofort verschwindest, hattest du die längste Zeit ein Leben!«, zischte ich ihn an. »Hau ab, bevor ich mich vergesse!!!«, brüllte ich und stieß ihn dann in die andere Richtung.
Er nuschelte irgendwas und stolperte davon.
Ich fand Jen zusammengesunken völlig aufgelöst in der hintersten Ecke. Dieser schreckliche Anblick zerriss mir fasst das Herz. Sie hielt sich die Hände vor's Gesicht und weinte hemmungslos. Ihr ganzer Körper zitterte… Ich kniete mich zu ihr auf den Boden.
»Hey, schschsch, ganz ruhig.«
Sie stieß mich fort, als ich versuchte sie hochzuheben.
»Ich bin's Rob!... Er ist fort.«
Ein schwaches Flüstern meines Namens kam über ihre Lippen. Völlig verstört blinzelte sie mich mit tränengetränkten Augen an. Ihre Wimperntusche war komplett verschmiert.
»Komm... ich bring dich hier raus…!«
Ich zog mein Hemd aus und legte es ihr um die Schultern. Vorsichtig half ich ihr hoch, doch sie sackte wieder in sich zusammen, so dass ich sie schließlich hochnahm und aus der Bar trug. Ich wollte sie nur weg von diesem Ort bringen. Die Blicke der anderen waren mir egal. Draußen ließ ich sie langsam runter, ihre kleinen Hände hatten sich in mein T-Shirt gekrallt. Sie schluchzte noch immer leise vor sich hin.
»Soll ich dich nach Hause bringen?«
Ich hielt sie fest an meine Brust gedrückt, als mein Handy in der Hosentasche klingelte... Jackson... Ich nahm ab...
»Hey Alter, was war das denn grad für 'ne Aktion?«
»Erklär' ich dir später, ich bring Jen nur grad nach Hause. Wir sehen uns morgen.« Ohne eine Antwort abzuwarten klappte ich das Handy zu und steckte es wieder in die Hosentasche.
Behutsam fasste ich Jen an den Oberarmen, schob sie leicht von mir und schaute ihr in die Augen. Sie sah schrecklich aus. »Ich ruf uns ein Taxi und bring dich heim... Okay?«
»Nein... ich möchte laufen«, vernahm ich ihre gebrochene Stimme.
Mit den Daumen wischte ich ihr die Tränen aus dem Gesicht.
»Warte kurz hier, ich hole nur schnell meine Jacke.«
«Nein... bitte... lass mich hier nicht alleine«, wimmerte sie leicht hysterisch. Ich nahm sie wieder in die Arme und drückte sie an mich. »Ich... ich... will nur schnell na… nach Hause«, schluchzte sie in mein T-Shirt.
Während ich sie fest an meiner Seite hielt, liefen wir langsam los.

Wir standen vor ihrer Wohnungstür. Sollte ich jetzt gehen? Nein... ich konnte Jen jetzt nicht einfach sich selbst überlassen. Sie hatte sich beim Laufen immer wieder panisch umgeschaut und zitterte noch immer. Kyle würde dafür noch bezahlen, das schwor ich mir…
»Soll ich noch mit reinkommen?«, fragte ich Jen leise.
Müde und völlig entkräftet brachte sie ein kaum hörbares 'Ja' heraus. Sie drehte sich zur Tür. »Oh nein...«
»Was ist los?«
»Meine Schlüssel... sie sind in meiner Tasche in der Bar«, stellte sie in völliger Panik fest.
Ohne darüber nachzudenken, antwortete ich: »Du kannst bei mir schlafen. Ich werde Jackson anrufen... er soll nach deiner Tasche schauen und Ashley bringt sie dir morgen vorbei. Ist das okay für dich?«
»Ja. Danke.«
Als wir vor meiner Tür standen und ich aufschloss, fragte sie: »Ist das auch wirklich in Ordnung für dich? Ich kann Ashley anrufen, dass sie mir doch noch nachher meine Tasche bringt.«
»Nein... ich hab damit kein Problem«, versuchte ich überzeugt zu klingen.
Eigentlich konnte ich es nicht fassen, WAS ich hier tat. Aber wo hätte Jen sonst hin sollen. Sie sah so hilflos und verletzt aus.
»Ich werde dir schnell das Bett frisch beziehen und mich dann auf die Couch hauen.«
»Nein... ich werde dir doch nicht dein Bett wegnehmen.«
»Das geht schon in Ordnung, wäre nicht das erste Mal, dass ich mit der Couch...« Ich sprach nicht weiter. Die Erinnerung an Christines erste Nacht in meiner Wohnung blitzte vor mir auf. Ich drehte mich um und ging ins Schlafzimmer, um das Bett neu zu beziehen.
Ich hatte nicht gemerkt, dass Jen mir gefolgt war, als ich ihre Hand auf meinem rechten Unterarm spürte. Ein Schauer durchfuhr mich. Sie war so... warm und zart. Sie drehte mich vorsichtig zu sich. Wir standen uns gegenüber und schauten uns in die Augen. Ich hätte mich in ihren kristallblauen Augen verlieren können. Aber ich durfte nicht... konnte nicht...

***Jennifer POV*** 
Ich konnte seinen warmen Atem auf meiner Stirn spüren. Ohne darüber nachzudenken hauchte ich nur: »Küss mich«.
Er zögerte. Zwischen seinen Augenbrauen bildete sich ein kleine Falte als er mein Gesicht vorsichtig in seine Hände nahm und seinen Kopf immer näher zu mir senkte. Sein weicher Mund umschloss meinen und ich schien augenblicklich zu schweben.
Ich spürte, wie er sich plötzlich versteifte. Er löste sich von mir und schob mich etwas von sich - schon wieder. »Nein... Jen... das ist nicht richtig... ich kann das nicht... nicht jetzt.«
Ich sah wie verzweifelt er mit sich selbst kämpfte. Er will es doch auch, dass spürte ich ganz deutlich.
»Es tut mir leid«, flüsterte ich.

Zusammen bezogen wir schweigend das Bett fertig. Er zeigte mir noch das Bad und bot mir an zu duschen, was ich gerne annahm. Das warme Wasser tat gut. Mit einem Handtuch um meinen Körper geschlungen stampfte ich aus dem Bad. Mir war eingefallen, dass ich gar nichts anderes anzuziehen hatte als mein Kleid und darin konnte ich ja nun wirklich nicht schlafen. Ich wollte Rob fragen, ob er mir ein T-Shirt leihen könnte, als ich auf dem Bett ein kleines Häufchen Klamotten entdeckte. Er hatte mir ein graues T-Shirt und schwarze Boxershorts hingelegt. Ich musste grinsen. Schnell zog ich mich an und schlüpfte unter die Bettdecke.
Er hatte sich nicht davon abbringen lassen mir das Bett zu überlassen. Aber mich quälte trotzdem das schlechte Gewissen. Das Bett war viel zu groß für mich allein... vielleicht... nein... Blödsinn... was dachte ich denn da. Andererseits... es wäre nicht das erste Mal, dass ich das Bett mit einem Jungen teilte, der nicht mein fester Freund war.
Mein bester Freund auf der High School war zwar schwul, aber trotzdem zählte er noch zur männlichen Gattung. Allerdings verliefen unsere »Pyjama-Parties« eher so, dass wir uns gegenseitig die Nägel lackierten, die Haare toupierten und Unmengen an Taschentüchern verbraucht hatten, nachdem wir Mel Gibson in Braveheart sterben sahen. ...Nein Jen... das vergisst du mal ganz schnell wieder.

***Robert POV***
Vor 15 Minuten hatte sie die Dusche abgedreht. Ich wollte ihr noch etwas Zeit lassen, bevor ich an die Schlafzimmertür klopfte, um mich zu versichern, dass es ihr gut ging.
Ich vernahm ein leises »Herein« und öffnete die Tür. Sie saß im Bett und hatte die Bettdecke bis zur Nasenspitze hochgezogen.
»Alles in Ordnung bei dir? Hast du die Sachen gefunden? Brauchst du noch irgendwas?«, sprudelte es aus mir heraus.
Sie kicherte. ...Oh man... ich benahm mich in ihren Augen wahrscheinlich wie ein pubertierender Teenager, der seinen ersten Kuss bekommen hatte und nun völlig hilfslos an der Tür rumstand.
»Ja. Ist zwar etwas groß, aber für eine Nacht geht's wohl und nein, ich brauch sonst nichts mehr. Danke!«, giggelte sie unter der Bettdecke.
»Was ist denn so lustig?«, fragte ich etwas angesäuert.
»Nichts...« entgegnete sie und versuchte sich ein weiteres Lachen zu verkneifen, »...aber du siehst so süß aus, wie du da wie ein begossener Pudel an der Tür stehst«, grinste sie breit.
SÜSS?...BEGOSSENER PUDEL?... »Ähm... gute Nacht.« Mehr brachte ich nicht mehr zustande, drückte mich wieder zur Tür hinaus und schloss sie hinter mir. Ich schlug mir mit der flachen Hand vor die Stirn... Mensch, Alter... bist du bescheuert?... Was schwafelst du denn da?
Ich suchte die Fernbedienung, machte das Licht aus und schmiss mich auf die Couch. Mir werden morgen zwar sämtliche Knochen weh tun von diesem alten Ding was vor 10 Jahren durchaus mal ein bequemes Wohnzimmermobiliar war, aber für Jen würde ich heute wahrscheinlich sogar in der Badewanne schlafen. Hätte ich das zweite Schlafzimmer damals nicht in ein Arbeitszimmer umgestaltet, bräuchte ich mir um meinen Rücken heute Nacht keine Gedanken machen. Ich schloss die Augen und sah ihren kleinen gequälten Körper zusammengesunken vor den Toiletten der Bar...
Ich erschrak als ich plötzlich ihre Hand auf meiner Wange spürte und riss die Augen wieder auf. Sie stand vor mir und schaute mich mitleidig an. Sie machte einen Schritt auf mich zu und stand nun so nah vor mir, dass ich ihre Wärme spüren konnte. Kurzerhand schlang ich meine Arme um ihre Taille und legte meine Wange an ihren Bauch. Zärtlich fuhr sie mir mit ihren Fingern durchs Haar. Ich schloss erneut die Augen und genoss es einfach. Ich spürte wie meine Mauer von Sekunde zu Sekunde mehr bröckelte. Es fühlte sich so gut an... so unbeschreiblich gut. Ich wollte sie nie wieder loslassen.
Gedankenverloren fing ich an ihren Rücken zu streicheln, als sie sich zu mir herunterbeugte, mit ihren zarten Fingern mein Kinn anhob und mir einen Kuss auf die Lippen hauchte. Mit plötzlichem Verlangen zog ich sie auf meinen Schoß, meine Lippen suchten ihre und ich fing an gierig daran zu saugen, während sich ihre Hände unbändig in meine Haare krallten. Ich wollte sie schmecken... wollte sie in mich aufnehmen. Meine Zunge bahnte sich ihren Weg nach vorn und fand ihre. Immer wieder kreisten sie umeinander. Ich stöhnte auf, als ich spürte, dass sie mehr wollte ...und ich wollte es auch.
Noch immer fest umschlungen und wild vor Verlangen küssend trug ich sie ins Schlafzimmer. Ich ließ mich rücklinks aufs Bett fallen. Sie saß noch immer auf mir und beugte sich über mich. Meine Hände bahnten sich einen Weg unter ihr T-Shirt... streichelten ihren Rücken. Sie ließ von mir ab, setzte sich auf und zog sich das T-Shirt über den Kopf. Ich setzte mich ebenfalls auf, sie zog mir das T-Shirt aus und mein Mund umschloss ihre rechte Brustwarze, die sich unter meinen Liebkosungen versteifte, während ich mit einer Hand die andere Brust leicht zu massieren begann. Sie stöhnte und bäumte sich mir entgegen. Mein Mund wanderte an ihrem Hals hinauf und bedeckte ihn mit gierigen Küssen. Ich erschrak, als ich ihre Hand plötzlich an meinen Shorts spürte, wo deutlich meine Erregung sichtbar wurde, die sie verlangend durch den Stoff zu massieren begann. Ich biss mir auf die Unterlippe und zog sie noch fester an mich ...keuchte auf. Immer leidenschaftlicher und verlangender schienen ihre Küsse und Berührungen zu werden.
Ich hielt sie eng umschlungen und drehte mich mit ihr zusammen um, so dass sie unter mir lag. Sie fingerte an meinen Shorts herum und ich half ihr dabei sie auszuziehen. Sie hob leicht ihr Becken an, als ich auch ihre auszog.
Ich legte mich langsam auf sie und schaute ihr in die Augen. »Möchtest du das wirklich?«, hauchte ich ihr entgegen, während ich behutsam mit den Fingern seitlich über ihre Hüften strich.
Sie lächelte mich an, schloss die Augen und schlang ihre Beine um meinen Po.
»Wart mal kurz«, flüsterte ich.
Während sie sich weiter an meinem Nacken festklammerte und meinen Hals mit zärtlichen Küssen bedeckte, suchte ich mit der linken Hand in der Nachttischschublade nach einem Condom.
»Verdammt, wo ist denn das blöde Ding?«, fluchte ich leise vor mich hin. Jen kicherte und knapperte an meinem Ohrläppchen. »Das ist nicht witzig«, murmelte ich ihr in den Mund, den sie nun wieder gierig zu verschlingen schien.
Sie nahm mir den Gummi ab, den ich endlich gefunden hatte. Ich rollte mich auf die Seite, sie kniete neben mir und zog ihn mir behutsam und mit zittrigen Fingern über. Ich streichelte dabei weiter mit den Fingerspitzen über ihren Po und den Rücken hinauf und genoss diesen Anblick. Sie drehte sich wieder zu mir und drückte meine Schulter runter, so dass ich erneut auf dem Rücken lag. Ich schloss die Augen, während sie sich auf mich setzte und ich auch schon spürte wie sie mich langsam in sich aufnahm. Sie stöhnte auf. Meine Hände umfassten ihre Hüften, als sie sich rhythmisch auf mir zu bewegen begann und ich langsam immer tiefer in sie eindrang. Ich wusste kaum wie mir geschah. Ihre Bewegungen waren Folter und Genuss zugleich. Sie war so eng und wenn sie so weitermachte, würde ich sie auf halber Strecke stehen lassen müssen. Ich setzte mich auf, zog ihre Hüften noch weiter zu mir.

***Jennifer POV***
Oh Gott. Ich krallte mich in seine wild abstehenden Haare und stöhnte auf, als wir ohne uns voneinander zu lösen umdrehten und Rob wieder über mir war. Ich spürte sein Gewicht auf mir und wie er immer wieder langsam und tief in mich eindrang. Himmel, so etwas hatte ich nie zuvor erlebt. Dieser Mann raubte mir den Verstand, er schien genau zu wissen, was er tun musste.
Meine Gedanken schwirrten wie wild im Kopf herum. So hatte ich es mir immer mit einem Mann vorgestellt, aber nie zu hoffen gewagt, dass es einmal wahr würde. Ich hatte erst Bedenken, doch als er mich fragte, ob ich es wirklich möchte, war ich mir sicher, dass dies der richtige Moment ist.
In meinem Unterleib wurde das Kribbeln immer stärker und ich schlang meine Beine erneut um seine Hüften und presste mich seinem Becken entgegen. Mein Atem wurde schneller mit jedem seiner Stöße. Ich hielt es kaum noch aus, biss ihm verlangend in die Schulter, damit er mich endlich von dieser Folter erlöste. Ich stöhnte auf, als meinen Körper wohlige Ströme durchzuckten, als wenn ein Feuerwerk in meinem Unterleib gezündet wurde. Gemeinsam schwammen wir unserem Höhepunkt entgegen.
Ich brauchte eine Weile, ehe ich wieder klar denken und halbwegs normal atmen konnte. Rob wollte sich von mir runterrollen, doch ich hielt ihn mit meinen Beinen fest umschlungen. Wollte ihn... seine Lust noch nicht aufgeben. Mein Mund suchte seine weichen, warmen Lippen. Wir atmeten noch immer schwer, als wir uns in einem weiteren leidenschaftlichem Kuss verloren.
Langsam entzog er sich mir dann doch, sank neben mir in die Kissen, zog mich auf seine Brust und hielt mich eng umschlungen.

1 Kommentar:

  1. TZTZTZT... du böööse bössse Kat,
    was soll ich sagen? Ähhhhm. ich brauch erstmal nen frischen Schlüppi und nen Eisfach...
    Also nach dieser "Fast-Vergewaltigung" hätte ich ja nicht gedacht das sie sich darauf einlässt oder ansich das es so schnell geht.
    Aber wies kommt kommts und ich bin froh das es so gekommen ist. Besser als eine Depri Jen und ein ewiges Hind und Her.
    Und man man man das haste ja mal voll drauf. Ich bin ja ein "Sex-Chap" Schisser weil ich es einfach nicht drauf hab, aber das war geschmackvoll und erotisch.
    Ich hoffe das war nicht das letzte in dieser Art.
    So das war aber das letzte Chap für heute, denn ich muss noch nen bissel Unikram machen.
    Ich les aber weiter. Bin jetzt süchtig nach deiner Geschichte. BRAVO!!! ;)
    Liebes ich wünsch dir einen schönen Start in die Woche.
    Wir lesen uns.
    HDL :-* <3

    AntwortenLöschen